Finanzierung von Solaranlagen

Die Finanzierung einer Photovoltaik-Anlage hängt von individuellen Bedürfnissen ab und erfolgt je nach Sachlage durch Eigenkapital, Fremdkapital oder aber einem Finanzierungsmix. Nicht jeder Otto-Normal-Verbraucher hat für die Anschaffung einer Solaranlage mal eben 20.000€ in der Hand, kann also nicht ausschließlich auf Eigenkapital zurückgreifen. Und selbst dann kommt man mit einer Finanzierung meist günstiger weg.

Die meisten für den privaten Bereich angeschafften Solaranlagen werden über einen Kredit finanziert. Die meisten Banken finanzieren Photovoltaik-Anlagen zu 100 Prozent, da die staatliche Einspeisevergütung über das Erneuerbare Energie Gesetz (EEG) eine Sicherheit darstellt. Eine solche Einspeisevergütung ist gesetzlich gesichert und dient dazu, das hochgesteckte Ziel des Klima- und Umweltschutzes zu erreichen und die Abhängigkeit fossiler Energielieferanten, wie beispielsweise Erdöl, zu verringern. Das Prinzip funktioniert folgendermaßen:
über einen konkreten Zeitraum erhält ein Solaranlagen-Betreiber einen festen Vergütungssatz für den produzierten Strom. Für die Stromkonzerne existiert eine Anschlusspflicht, die von staatlicher Seite beordert wird. Dabei muss der Energieversorger jede einzelne Kilowattstunde Sonnenstrom über einen Zeitraum von 20 Jahren kaufen. Jährlich sinkt der Vergütungssatz um einen gewissen Prozentsatz, wodurch eine Senkung der Anlagen-Preise forciert wird.

Für wen schon während des Baus des eigenen Hauses feststeht, eine Solaranlage zu installieren, kann die Finanzierung dieser Anlage schon im Darlehen für den Hausbau unterbringen. Dies bringt auch Vorteile im Zinssatz. Üblicherweise erfolgt die Finanzierung über den KfW-Kredit (Kreditanstalt für Wiederaufbau), welcher äußerst zinsgünstig ist. Natürlich können auch andere Kreditinstitute in Betracht gezogen werden. Der reguläre Zinssatz liegt derzeit bei etwa 4 bis 5 Prozent Effektiv-Zins. Allerdings kann nicht jeder einen Photovoltaik-Kredit beantragen, denn erst muss die persönliche finanzielle Finanzlage dargelegt werden, woraufhin das Kreditinstitut über eine eventuelle Förderung durch kostengünstige Kredite entscheidet.

Ist die gewünschte Kreditsumme nicht gar zu hoch, begnügt sich die Bank normalerweise mit der Abtretung der Einspeisevergütung als Sicherheit. Sprengt der Kreditrahmen die 50.000 Euro-Grenze, wird das Kreditinstitut verständlicherweise eine höhere Sicherheit und Bonität des Antragstellers verlangen. Auch die Forderung nach einem Grundbucheintrag kommt zwar nicht oft vor, ist jedoch durchaus möglich.